Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Literatur sowie Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
Zu den Mitgliedern des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft zählen die bedeutendsten deutschen Unternehmen.
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Literaturpreise 2010: Thomas Glavinic erhält Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft / Übersetzerpreis für Thomas Mohr

Der Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft geht dieses Jahr an Thomas Glavinic, den Übersetzerpreis erhält Thomas Mohr. Die Preise werden im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft vom 15. bis 17. Oktober 2010 in Chemnitz verliehen.

Der Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ist mit 20.000 Euro einer der am höchsten dotierten deutschen Literaturpreise in der Sparte Prosa, der an einen Nachwuchsautor vergeben wird. Im zweijährigen Wechsel wird zudem ein mit je 10.000 Euro dotierter Poesie- bzw. Übersetzerpreis verliehen.

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Thomas Glavinic               
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
foto: pertramer.at

Der Jury unter Vorsitz von Nina Hugendubel gehörten in diesem Jahr an: Antje Contius (S. Fischer-Stiftung), Michael Krüger (Kulturkreispreisträger 1978), Jürgen Jakob Becker (Literarisches Colloquium Berlin), Bernd Schwibs (Deutscher Übersetzerfonds), Gregor Dotzauer (Tagesspiegel Berlin) sowie Mitglieder des Gremiums Literatur des Kulturkreises.

Thomas Glavinic, 1972 in Graz geboren, lebt in Wien. 1998 erschien sein Debüt „Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“. Im Hanser Verlag erschien 2006 der Roman „Die Arbeit der Nacht“, 2007 „Das bin doch ich“ und zuletzt 2009 „Das Leben der Wünsche“. Die Jury begründete die Preisentscheidung wie folgt: „Die phantastische Konstruktion der Wunscherfüllung scheint bei Glavinic eine Wahrheit der wirklichsten Welt zu enthüllen; das Unmögliche beginnt als das Wirkliche schlechthin zu erscheinen.“

Thomas Mohr, 1965 in Köln geboren, lebt in Berlin. Von 1985-1989 studierte er Anglistik, Germanistik und Soziologie in Köln und war Teilnehmer des Studiengangs Literatur-Übersetzen an der Universität Düsseldorf. Seit 1988 ist er freiberuflicher Übersetzer. 2007 lieferte er eine herausragende Übersetzung von Truman Capotes „Kaltblütig“.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft engagiert sich seit fast 60 Jahren für Kunst und Kultur in Deutschland. Zu einen Literatur-Preisträgern zählen u. a. Heinrich Böll, Günter Grass, Ingeborg Bachmann, Oskar Pastior, Walter Kempowski und Daniel Kehlmann.